Freitag, 30. Dezember 2011

Fiktive Gespräche

Ihr kennt das sicherlich: man überlegt sich Dinge, die man demjenigen sowieso niemals sagen wird. Oder man überlegt sich, wie ein Gespräch verlaufen soll und es verläuft absolut nicht so. Ich bin die Meisterin der nicht geführten Gespräche, weil ich es nie schaffe, mich so auszudrücken, wie ich das eigentlich will. x) 
Und deshalb will ich einmal hier los werden, was ich seit Wochen sagen will, weil ich immernoch mit meiner besten Freundin Streit habe. Auch, wenn sie es nie lesen wird:



Blair. Wir waren nie beste Freundinnen. Immer haben das alle von uns angenommen. Wir haben gelacht und gesagt, dass beste Freundinnen im letzten Krieg gestorben sind, weil wir schon so oft enttäuscht wurden. 
Aber irgendwo zwischen Freundinnen, die zu Feindinnen wurden, Ex-Freunden und Schule wurden aus uns dann doch beste Freundinnen. Mehr noch. Inzwischen gehörst du zu meiner Familie. Wir sind füreinander so selbstverständlich und natürlich geworden, dass du einfach auf unserem Sofa einschläfst und ich mich durch deinen Kleiderschrank wühle.
Grade deshalb bricht mir unser Streit fast das Herz. 
Beste Freundinnen sollten immer über alles miteinander sprechen können. Leider ist das mit dir nicht immer möglich. In manchen Dingen ist deine Sichtweise einfach so festgefahren, dass ich mich nicht traue, mit dir darüber zu sprechen, weil du meistens einfach den mahnenden Zeigefinger auspackst. Wenn ich mit irgendeinem wildfremden Typen geschlafen hat sollte deine erste Fragen sein, wie es war und nicht ob ich mir wirklich sicher bin, dass das das richtige war. Durch deine Erfahrungen mit Manuel müsste dir doch eigentlich inzwischen klar sein, dass die Welt nicht schwarz und weiß ist. Es wäre schön, wenn es so wäre aber nein, die Welt ist weder weiß noch schwarz sondern grau. Matschiges grau, wenn du mich fragst. 
Ja. Was Caro gemacht hat war nicht schön und vielleicht hätte ich es dir wirklich sagen sollen aber kannst du denn nicht auch verstehen, dass ich ihr nicht in den Rücken fallen konnte? Ich saß zwischen den Stühlen, unfähig das Richtige zu tun. Ich habe mich dafür entschieden dir nichts zu sagen, weil ich vermeiden wollte, dass passiert, was nun eben passiert ist. 
Du, Caro und ich. Wie viele Nächte haben wir zusammen auf dem Sofa gesessen und Filme geguckt? Wieoft haben wir über Gott und die Welt geredet? Wie sehr haben wir an Caro's Seite geweint, als ihre Mutter starb? Caro,Blair & Linda. So war es doch schon immer. Und nun soll damit Schluss sein? Nein. Das halte ich einfach nicht für richtig. Männer hauen sich in solchen Fällen auf die Fresse und dann ist alles wieder gut. Und überhaupt bist du auf ihn wahrscheinlich nicht halb so sauer wie auf sie. 
Behinderter Girlie-Codex. Weißt du, warum es "Girlie" heißt? Ganz einfach: weil dieser Kram etwas für kleine Mädchen ist. Die haben keinen Sex, wahrscheinlich nichtmal feste Freunde. Für sie geht es dann eher darum, dass man nicht weitererzählen darf, in wen man verliebt ist. Inzwischen finde ich den ganzen Kram einfach nur schwachsinnig. 
Ich finde, wir sollten zusammen halten und uns nicht Streiten, nur wegen irgendeinem daher gelaufenen Penis.
Ich hab dich lieb.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Tierliebe.

Ich habe mir, als ich anfing diesen Blog zu schreiben, vorgenommen, dass ich ihn wie ein Tagebuch handhaben will. (Mal von den Kommentaren abgesehen ^^)
Ich wollte Sachen, die mich bewegen, festhalten und mich so auch in Jahren noch daran erinnern können. Aus eben diesem Grund schreibe ich nicht nur die schönen und lustigen Dinge nieder. Ich will auch alles andere festhalten.

Manche Menschen können nichts mit Tieren anfangen. Viele Leute haben vor Tieren Angst. Ich selber habe Angst vor großen Fischen, was - zugegeben - lustig klingt, in Wirklichkeit aber gar nicht lustig ist. Es ist eben so. Tierliebe ist nicht in jedem von uns verankert. Das ist auch überhaupt nicht schlimm. Solange natürlich keine Tiere umgebracht oder gequält werden, weil man sie nicht mag oder ekelig findet.

Mir liegt die Tierliebe im Blut. Zwar wollte ich als kleines Mädchen nie Tierärztin werden aber meine Oma hat früher Hunde gezüchtet und wir hatten selbst zwei Katzen, Vögel , Hamster und (kleine) Fische.

Kurz nach Opas Tod hatte sich Oma dazu entschieden, sich wieder einen Hund zu zulegen.Opa hatte keinen mehr gewollt, deshalb hatten sie vor Jahren mit dem Züchten aufgehört. Aber Oma wollte nicht allein sein und brauchte jemanden zum reden. Jemanden, der immer da ist.
Als wir Mira abholten habe ich mich sofort in sie verliebt. Sie kam in das Zimmer gestürmt, an den anderen vorbei, auf mich zu und hat mich ... nunja. Neudeutsch würde man wahrscheinlich sagen umgepogt. So lagen wir auf dem Boden und sie schleckte mein Gesicht ab. Und als wir nach hause fuhren saß sie auf meinem Schoß.

Für meine Oma war sie gleich von Anfang an ein Segen. So quirlig und aufgedreht, wie ich selten einen Hund erlebt habe, wirbelte sie durch unser Leben und brachte uns mindestens so oft zum lachen wie zum schimpfen. Auch ich habe sie damals sehr gebraucht. Oft hat sie, wenn Oma im Urlaub war und sich meine Eltern wieder stritten, in meinem Zimmer geschlafen. Dann kam sie zu mir und tröstete mich. Sie war endlich jemand, der mich so bedingungslos liebte, wie ich es bis dahin nur von meiner Familie kannte, weil ich sehr früh schon gemobbt wurde. Aber das ist eine andere Geschichte.

Heute, 11 Jahre später, liegt sie in Aachen in der Tierklinik und es ist nicht sicher, ob sie es überleben wird. Die vorläufige Diagnose lautet Darmkrebs. Meine Oma ist völlig aufgelöst. Mira ist ihr Leben. Sie gehört so fest zu uns, dass ich es mir nicht vorstellen kann, nicht mehr mit ihr in den Wald zu gehen, zu toben und zu rennen. 

Meine heutige Frage an euch ist: bin ich seltsam oder kennt ihr das auch, ein Tier so sehr zu lieben?
Ich würde mich freuen, wenn ihr uns die Daumen drückt, dass sie es schafft.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Bestätigung.

Letzte Nacht hatte ich wiedermal ein langes Gespräch mit meinem besten Freund Max. Nunja. Eigentlich redete er und ich hörte zu. Manchmal muss sich eben auch ein Mann ausheulen können.

In diesem besagten Gespräch ging es darum, dass es Momentan nicht so läuft wie er sich das Vorstellt. Das Studium lief nicht, er vermisste seine Freunde (wir haben uns auch schon seit 3 Wochen nicht mehr gesehen) und er war grade bei einem Mädchen abgeblitzt. Schon wieder.

Sowas nagt natürlich besonders an einem. Grade, wenn alles andere auch nicht besonders gut läuft. Denn - das wissen wir alle - wir wollen immerzu neue Bestätigung. Wir wollen, dass die geleistete Arbeit genügend geschätzt wird und dass andere uns attraktiv finden. Das kann jeder Mensch auf der Welt bestätigen. Zumindest wenn er ehrlich ist. Wenn jemand behauptet, er fände es nicht toll, gelobt zu werden, dann lügt er.

Allerdings stellt sich dann die Frage: Warum? Warum ist Bestätigung so wichtig für uns?

Selbst für Menschen, die mit sich im reinen sind, die nichts an sich verändern wollen würden ist es wichtig, dass sie von anderen Bestätigt werden. --- Warum?

Nun. Da dies noch nicht wirklich Teil meiner Psychologie Vorlesung war versuche ich es mal auf meine Art:

Nehmen wir an, wir hätten uns im Job für eine Sache ziemlich angestrengt. Man hat also Zeit dafür investiert, vielleicht hat mich sich überwinden müssen, dass man länger bleibt oder noch einmal mit dem unfreundlichen Kunden telefoniert. Das alles produziert Stress. Die Endorphin Ausschüttung ist gering. -es sei denn natürlich mein ist ein Workoholic -
Wenn es dann passiert, dass unser Chef uns lobt, wird das Gehirn schlagartig von Endorphienen überrollt. Leider hält dieser Zustand nicht besonders lang an, weshalb man gerne erneut gelobt werden will.

...

Allerdings kann es auch sein, dass das alles anders Abläuft. Ich bin nur ein Erstsemester. Fragt mich in einem Jahr nochmal :P



P.S. Wo wir grade über Bestätigung reden. Es würde mich riesig freuen, wenn ihr ein Kommentar da lasst und/oder euch als Leser eintragt! <3

Freitag, 16. Dezember 2011

Streit.

Streit. Dieses Wort zieht sich momentan durch mein Leben.

Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund streiten momentan alle Menschen um mich herum miteinander oder mit mir. 

Da hätten wir einmal Blair, meine beste Freundin. Sie ist sauer auf mich, weil unsere gemeinsame Freundin Caro mit ihrem ex-Freund geknutscht hat und ich davon wusste, ihr allerdings nichts erzählt habe. Und auf Caro ist sie natürlich auch stink wütend. Tja, und ich stehe in der Mitte zwischen den beiden. Wenn ich ihr etwas gesagt hätte, wäre ich ja Caro in den Rücken gefallen. Dabei wollte ich mich eigentlich einfach nur raushalten. Ging aber nicht.

Girlie-Codex und so.

Jedenfalls war das nicht das erste mal, dass Caro das gemacht hat und als Blair es das letzte Mal herrausgefunden hat, hat sie 3 Monate nicht mehr mit Caro geredet. Gut. ich verstehe ja, dass Blair ein kleines bisschen sauer ist. Ich fände es im ersten Moment wahrscheinlich auch nicht so toll, wenn eine meiner Freundinnen mit meinem ex-Freund rumknutschen würde. 

Aber: Blair war nur 3 Wochen mit diesem gewissen Ex zusammen & hat nicht mir ihm geschlafen und das vor 3 Jahren.
Ich persönlich denke, dass Blair überreagiert. Klar, das ganze ist nicht ganz die feine englische Art aber meiner Meinung nach ist es auch kein Grund, mehrere Monate nicht mehr mit einer der besten Freundinnen zu reden. 
Was denkt ihr?

Davon abgesehen haben auch meine Eltern momentan pausenlos Streit. Wenn nicht miteinander, dann mit mir. Pünktlich, jedes Jahr zu Weihnachten beginnt es von neuem und jeden zweiten Tag wird gestritten. (Der Grund, warum ich Weihnachten eigentlich nicht mag.) Irgendetwas gibt es immer, über das man sich aufregen kann. Und anstatt gemeinsam über das zu reden, was einen stört wird gleich losgebrüllt. Aber ehrlich, wer von uns setzt sich schon mit seinem Gegenüber hin und versucht in einem ruhigen Umgangston zu erklären, was ihn stört? Hand aufs Herz! 
Keiner von uns tut das, weil es auch bedeuten würde, sich die Gegenseite genau anhören zu müssen und eventuelle Fehler auf der eigenen Seite einzugestehen. Das will man dann aber nicht, weil man sich selbst vollkommen im Recht sieht. Und wenn der Streit nicht so läuft, wie man selbst das erwartet hat, schaltet man eben einfach auf Stur und ignoriert den Gegenüber. Dabei kann man auch wahlweise abwinkende Gestiken machen und wütend aus dem Zimmer laufen ohne den anderen ausreden zu lassen.

Andererseits wirkt sich streiten manchmal auch durchaus positiv auf uns aus. Im Streit können wir alles raus lassen, was uns vorher gestört hat und wir uns nicht getraut haben zu erwähnen. Streiten macht uns Luft, lässt uns wieder atmen und klar denken. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn wir auch bereit sind, über die Standpunkte des anderen nachzudenken und eventuell einen Kompromiss zu finden.

Wer immer nur auf seinem eigenen Standpunkt beharrt und sie nie die Gegenseite anhört, wird so einige Freunde verlieren.

In diesem Sinne,
noch eine besinnliche Weihnachtszeit.

Dienstag, 22. November 2011

blame it on the alcohol!

So war der Name der gestrigen Folge von Glee. Dieser Name brachte mich dazu, selbst noch einmal über mein Wochenende nachzudenken:



Letztes Wochenende war ich seit Ewigkeiten endlich noch einmal mit meinen Freunden in unserer Stammdisco und, wie es sich herrausstellte, war die "Prominenz" auch da, denn Dominic Sanz, mit dem ich 6 Jahre zur Schule gegangen bin und der in Hauswirtschaft schräg gegenüber von mir saß, hatte sich zusammen mit ein paar Freunden in unsere Dorfdisco begeben. Dazu muss man sagen, dass sich eben jener Dominic Sanz bei Voice of Germany bis in die LiveShows gesungen, sich also durchs Vorcarsting geschlagen, hat. Ich für meinen Teil bin gespannt, wie es bei ihm weiter geht und werde auf jeden Fall für ihn anrufen, wenn er es weiter schafft. Und irgendwann wenn er dann riesige Stadien füllt kann ich sagen: ich kannte ihn schon vorher! 
xD



Die Stimmung war ausgelassen, was zum Teil den Gogos zu verdanken war, und alle hatten Spaß. Bis auf meinen besten Freund Max natürlich, der wie immer das dringende Bedürfnis hatte auf mich und Blair aufzupassen, weil uns irgendsoein Paul und sein Kumpel Leon anbaggertenDeshalb kam es mehrfach fast zu einer Prügelei
Yippie.



Alle halbe Stunde machte ich mich auf den Weg zu meiner Cousine Nina und ihrer besten Freundin Kathi, die auch eine Freundin von mir war (Die Kathi-Story gibt es vielleicht später mal.) Nina hatte furchtbaren Liebeskummer weil ihr (ex)Freund ihr wiedermal ein paar dumme Sprüche gedrückt hatte. Deshalb hatte Nina bereits vor dem Betreten der 
Disco eine ganze Flasche Rotwein getrunken und war dementsprechend gut gelaunt. Ja ja. Der gute alte Alkohol.



Irgendwann wollte ich wiedermal zu meiner Cousine und sah, wie sie erhobenen Hauptes zur Toilette ging. Sie war schon immer gut darin gewesen, einen ganzen Raum für sich zu beanspruchen. Doch ich sah sie nicht wieder zurück kommen. Zuerst dachte ich, ich hätte sie einfach verpasst und machte mich auf den Weg zu den VIPs, doch da war sie nicht. Ich fragte ein wenig 
rum und die anderen hatten sie auch das letzte mal auf dem Weg zur Toilette gesehen.



Dann ging alles ganz schnell. Wir fanden Nina bewusstlos in der Toilette. Voll mit ihrem Erbrochenem und haben sie zusammen mit einem Türsteher rausgetragen, wo sie sich nur noch mehr übergab. Zum 
Glück war sie dann aber ansprechbar.



Ganz klarer Fall von Totalabsturz.

Und zu allem Überfluss war genau zu diesem Zeitpunkt jemand so doof sich zu prügeln und mit Pfefferspray zu sprühen
weshalb alle husten rausgelaufen kamen und meine Cousine sahen.

Eine Freundin fuhr sie dann nach Hause und am nächsten Tag bekam ich die Typische SMS: "Es tut mir 
sooooo Leid. das ist mir noch nie passiert!"

Diese SMS habe ich selber schon verschickt, so wie die Meisten, denn soetwas kann jedem passieren. Man denkt, man kennt seine Grenzen und 
übernimmt sich dann.



Und die Moral von der Geschichte? Ein Totalabsturz kann immer passieren und ist auch nicht soooo tragisch - so lange es nicht öfter passiert! Und was auch ganz wichtig ist: seid eine gute Freundin! Ja, Haare halten ist ekelig aber ihr 
würdet auch wollen, dass das einer bei euch macht. Und wenn einem keiner hilft ist die ganze Sache noch viel peinlicher als ohnehin schon!

Donnerstag, 17. November 2011

Warum man auch mal schlechte Laune haben darf.

Heute ist ein richtig bescheidener Tag. Nein. Stimmt gar nicht. Die ganze Woche hat sich freiwillig dazu bereit erklärt, mir tierisch auf die Nerven zu gehen.


Fangen wir am Montag an. Nachdem ich mich - noch leicht gereizt von dem Verhalten meiner ex-Mitbewohnerin - zur Uni begeben hatte musste ich feststellen, dass meine Lieblings-Dozentin, die nicht nur immer gut drauf war, verstand, wenn wir montags morgens erst mal einen Kaffee brauchten und die immer für uns da war, gegen eine neue Dozentin ausgetauscht wurde, die ich, ganz ehrlich, kaum verstand. Ich studiere nämlich in Holland, was manchmal wirklich nervig sein kann, weil manche Holländer einen so furchtbaren Akzent haben, dass man sie nicht versteht, selbst wenn man sich wirklich mühe gibt.


Meine Laune besserte sich auch nicht, als ich anschließend zur Vorlesung ging und feststellen musste, dass Statistik genau so furchtbar war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mathe und ich, wir sind einfach keine Freunde.


Später in der Woche versuchte ich verzeifelt, die bereits erwähnten (siehe Blogeintrag zum Thema Karneval) Nagelsticker von meinen Nägeln zu lösen, was mich zur Weißglut brachte. Vielleicht liegt es wirklich an mir aber meine Nägel waren darunter furchtbar kaputt.


Die essence Nagelsticker? Für mich eindeutig durchgefallen!


Der Rest der Woche war immer wieder mit kleinen Streitigkeiten durchzogen, da ich immer noch keine eigene Wohnung habe und meine Eltern langsam durchdrehen, wegen dem Bafög. Außerdem komme ich mit dem lernen nicht hinterher, kein Schwein interessiert sich für diesen Blog (warum auch? Ist ja auch echt langweilig), das Armband, welches meine Mama mir aus ihrem Vietnam Urlaub mitgebracht hat, ist heute Morgen kaputt gegangen, mir ist mein Essen ganz schlimm angebrannt und das Computerpraktikum heute ist auch mies gelaufen. Toll. Ich bin begeistert.






Manchmal ist es eben so. Man hat schlechte Laune, alles ist scheiße und selbst der Lieblingsfilm und eine Tafel Schokolade kann einen nicht mehr Aufheitern. Doch was hilft dann? Und warum finde ich in bekannten Frauenmagazinen 1000 Anleitungen für den perfekten Sex aber keine, die wirklich gegen schlechte Laune hilft? Vielleicht, weil schlechte laune ein No-Go ist. Man hat eben keine schlechte Laune zu haben. Es ist in der heutigen Gesellschaft ein  bisschen wie bei den Engländern, die auf die frage "how are you?" grundsätzlich nur "I'm fine" hören wollen. Man hat eben gute Laune zu haben. das sieht man doch auch oft bei den Promies. Wenn die ein mal schlechte Laune haben, was nur menschlich ist, steht es einen Tag später in allen Zeitungen. Schlechte Laune ist nicht gesellschaftsfähig.


Aber so schnell lasse ich mich nicht unterkriegen! Es ist ok, wenn wir mal schlechte Laune haben. Manchmal kommt es eben alles gleichzeitig und wir haben das Gefühl zu ersticken.
Und obwohl ich mich grade für die schlechte Laune ausgesprochen habe, lasse ich mich nicht von ihr unterkriegen.


Grummelige Grüße, LindaLu

Freitag, 11. November 2011

Nagelsticker / Karneval

Tätä! Es ist der 11.11.11 Ein Datum, dass man sich nicht entgehen lassen kann! Zumindest nicht, wenn man aus der Nähe von Köln kommt, so wie ich.

Dieses Jahr sollte das erste Jahr sein, an dem ich auch wirklich am 11.11 nach Köln fahre. Allerdings wollte ich arme Studentin nicht besonders viel Geld ausgeben, also wurde ich kurzerhand Leopard. Ein Leopardenkleidchen hatte ich sowieso noch im Schrank. (Typischer Fall von gekauft und nie angezogen xD) 
Schnell noch meinen Leo Haarreif aufgesetzt. und die im Tedi gekauften Leo-Socken und Leo-Armstulpen umgewandelt.  Aber irgendetwas fehlte noch, also hab ich mir im Schlecker von essence diese Nagelsticker gekauft. In Türkies gestreift.... *hust ne natürlich auch in leo :P

Allerdings bin wirklich enttäuscht. Sieht zwar Klasse aus aber das aufbringen hat mir einige Nerven gekostet. Irgendwie habe ich es nicht bei einem Finger hinbekommen, dass die Folie keine Blasen warf. Außerdem hat es vorne an der kante gar nicht gehalten, was auf Dauer irgendwie unangenehm war.

Natürlich hatte ich, als ich schließlich aufgestylt war, nicht damit gerechnet, dass der Zug nach Köln so rappelvoll sein würde, dass meine Freundin Yanna -die ich am Bahnhof traf- und ich nicht mehr hinein passten, woraufhin wir in die nächste größere Stadt fuhren und dort unser Glück versuchten. Der Zug dort war aber nicht weniger voll, weshalb ein weiterer Wagon an gehangen werden musste, was Ewigkeiten dauerte. 
Und da befand ich mich nun. 11.11 Uhr irgendwo zwischen Erftstadt und Köln, in einem vollgequetschen Zug und durfte mir von einem Ninja Turtle anhören, dass ich fett wäre. Yippie.

Endlich in Köln angekommen traf ich bald auf meine beste Freundin Blair und ihre Arbeitskollegin Jenni und zusammen machten wir uns auf den Weg in die KlappsMühle - den Ort in Köln zu dem man geht, wenn man aufgerissen werden will- und allein auf dem Hinweg wurde ich schon 2 mal angegraben. Ich würde sagen: Ziel erreicht! 

Und mein absolutes Lieblings-Männer-Kostüm ist dieses Jahr auf jeden Fall ein Fliegeroverall- super sexy!


Ist Kaneval auch was für euch?

Sonntag, 6. November 2011

Frauengespräche

Gestern Abend habe ich meine Freundin Caro besucht. Caro kenne ich schon über 10 Jahre aber seit wir beide in verschiedenen Städten studieren sehen wir uns kaum noch.
Gestern Abend war es aber dann endlich wieder soweit.  Stundenlanges quatschen über Liebe, Sex, Männer und und und.

So kam es dann auch, dass wir irgendwann auf das Thema Max zu sprechen kamen. Ich erzählte ihr, was passierte, als ich das letzte mal bei ihm schlief. (siehe Blogeintrag) Caro meinte, dass, solange die Verhältnisse geklärt wären, doch alles ok sei und ich mir mal nicht so viele Gedanken machen sollte. Sie selbst hat schließlich auch einen guten Freund, mit dem sie gelegentlich etwas rummacht.

Und natürlich - es ist ja immer so - wenn man vom Teufel spricht... ruft er an. "Boaaa es ist so geil hier! Uhr hättest echt mitkommen müssen!" Max war nämlich mit Freunden zu irgendeiner Kirmes gefahren und natürlich schon entsprechend angetrunken. Wir hatten kurz überlegt, ob wir auch hinfahren wollten aber wir hatten uns dazu entschlossen unseren Geldbeutel zu schonen und uns dann doch lieber einen gemütlichen Abend vor dem Tv zu machen. Was ja auch seine Reize hat.

Trotzdem bekamen wir genug von diesem Abend  auf der Kirmes mit, da uns Max natürlich total stolz erzählen musste, dass er mit Paul eine Wette am laufen hatte, wer von ihnen zuerst eine 'totaaaaaaaal scharfe Ische' ins Bett bekommt. Wetteinsatz: eine Kiste Bier. Und Max hatte ja immerhin schon ihre Telefonnummer! Woow! Er konnte wirklich stolz auf sich sein! ... xD nachdem er aufgelegt hatte kamen wir aus dem lachen nicht mehr raus. Männer. Immer das gleiche. das arme Mädchen xD Und als Caro schließlich fragte, was diese Frau denn bitte von Max und Paul wollen würde, wenn sie wirklich so scharf war, konnte ich einfach nicht mehr. So sehr hatte ich schon Ewigkeiten nicht mehr gelacht.
(Das soll jetzt nicht heißen, dass die beiden nicht gut aussahen! Wir hatten sie nur bis jetzt einfach gaaaar nicht als Aufreißer erlebt.) 

Immerhin hat mit das ganze etwas gezeigt: 
Ich habe wirklich keinerlei Gefühle für Max. ^^

Freitag, 4. November 2011

Viel zu viel zu Futtern!

Boa ist mir schlecht!

Dass ich nicht Größe 32 sondern 40 trage, damit hab ich mich schon lange abgefunden. Ich seh nunmal nicht so aus wie Adriana Lima oder Miranda Kerr. Und auch, wenn ich erst vor kurzem 8 Kilo abgenommen habe, kann ich momentan einfach nicht aufhören zu essen. Und jetzt ist mir schlecht. Richtig schlecht. xD

Momentan habe ich keine Vorlesungen und bin zu hause bei meinem Vater, weil meine Mutter allein in Urlaub gefahren ist. Das Problem ist nur, dass sich weder mein Vater noch ich beherrschen können, wenn wir einkaufen gehen. Es gibt einfach zu viele leckere Sachen, die wie ganz von selbst in unseren Einkaufswagen wandern. Und wenn man es dann gekauft hat, muss es ja auch gegessen werden. Man kann das ganze Zeug ja nicht schlecht werden lassen. Denk mal an die armen Kinder in Afrika! flüstert mir jedes mal eine Stimme zu.

Was also tun? Wenn ich weiterhin so viel futtere kann man mich bald zum Nachschub holen rollen.
Sport wäre natürlich eine Möglichkeit. Aber außer bei tanzen und Sex bin ich körperlichen Aktivitäten wirklich ziemlich abgeneigt. Ich bekomme ja schon Herzrasen wenn ich nur ans laufen gehen denke.

Aber wer sagt überhaupt, dass ich nicht noch etwas zunehemen darf? Achja, die Medien, stimmt ja. Na und? Es kann mir doch keiner erzählen, dass diese 40 Kilo auf 1.80m Models gesund, geschweige denn schön aussehen? So sehen wir nunmal nicht aus. Dieses Bild ist vollkommen unrealistisch. Und ich wette mit euch, dass sich die meisten Männer auch eher für eine gesunde, schöne Frau entscheiden würden anstatt für so ein Klappergestell.

Naja. in der Zeit in der ich über meinen übermäßigen Lebensmittelkonsum und dessen Folgen nachdenke, kann ich auch genauso gut noch ein Brötchen essen gehen!
In diesem Sinne: macht euch nicht verrückt, Mädels.

Donnerstag, 3. November 2011

Klingeling / Max und ich

Donnerstagmorgen, 8 Uhr. Grade noch befand ich mich im Douglas zwischen Dior und MAC und schon werde ich von dem immerzu stetigen Summen meines Handys geweckt. Ein kurzer Blick auf das Display verrät mir wer mich schon so früh in meiner Vorlesungsfreien Zeit weckt:

Max. Seit ca. 1 1/2 Jahren befreundet, seit einem 3/4 Jahr mein bester Freund.

Ich muss grinsen. "Du lebst ja noch!" begrüße ich ihn. "Boa war ich um. Owei owei." meint der immernoch angetrunkene, zur Uni rennende Max. Ja, dass er gestern gut dabei war, hatte ich bereits am Vorabend gegen 12 bemerkt, als er mich, minimal angetrunken anrief und mir verkündete, wie toll der Abend gewesen ist und das er nun aber wirklich Kotzen gehen müsste. Zumindest denke ich, dass er das gesagt hat, denn wirklich verstehen konnte man sein Genuschel nicht. 

Er erzählt mir, dass er sich an Nichts mehr erinnern konnte und nur wusste, dass er eine Prüfung hat zu der er nun laufen musste, weil er den Bus verpasst hatte. Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen, als er mir schließlich auchnoch erzählte, dass er keinen blassen Schimmer habe, wo die Hose war, die er gestern Abend trug. "Ich bin wohl in Boxershort quer über die Straße gelaufen."  


Nachdem wir verschiedene Ausreden, warum er zu spät war, überlegt hatten ging er in die Uni und ich wieder ins Bett. Natürlich konnte ich nicht gleich wieder einschlafen. Die Sache mit der Hose ließ mir keine Ruhe. Er war also auf einer Homeparty gewesen, wo natürlich auch Frauen waren, und ohne Hose zurückgekehrt. Vielleicht habe ich ja Glück und er hat eine tolle Frau kennengelernt. dachte ich mir. Die Sache mit mir und Max war nämlich nicht ganz einfach.
Er war nicht nur
Max. Seit ca. 1 1/2 Jahren befreundet, seit einem 3/4 Jahr mein bester Freund.
Sondern
Max. Seit ca. 1 1/2 Jahren befreundet, seit einem 3/4 Jahr mein bester Freund. Seit einem halben Jahr in mich verliebt.

Allerdings behauptete er immer wieder, dass es nur eine kleine Liebelei war und ich die Sache bloß nicht dramatisieren sollte. Denn, immer wenn es mir emotional nicht so gut ging und ich wiedermal bei ihm schlief, schaffe er es bei mir zu landen. Nicht, dass wir miteinander schliefen - da hatte ich mir bereits vor Jahren eine Grenze gesetzt - aber er schaffe es immer wieder aufs neue mich willenlos zu machen.

Wie auch wieder vorgestern. Ich habe eine Woche frei an der Uni und bin deshalb wieder in Richtung Heimat gefahren. Ich hatte vor, eine Nacht bei Max zu bleiben weil wir uns eine ganze Weile nicht gesehen hatten. Und wenn ich nicht beschlossen hätte, nichts mehr zu bereuen würde ich jetzt sagen, dass das ein Fehler war.
Ich war sowieso ein wenig angeschlagen, weil es grade beim Studium nicht so gut lief, deshalb reagierte ich auf Max' Annäherungen nicht so stark abweisend wie sonst. Er wusste, dass ich ihn, als guten Freund, sehr liebte und da für mich niemals mehr daraus werden würde. Genauso wusste er aber auch, wenn ich Nähe brauchte. 
So lagen wir wiedermal kuschelnd im Bett und zankten uns gelegentlich, wie wir es immer taten und er genoss, zu sehen, dass ich immer wuschiger wurde. Dann jedoch drehte ich den Spieß um. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ich zog ihn in die Löffelchen-Stellung und legte mich so hin, dass mein Po an seinem Intimbereich lag. Dann bewegte ich meinen Po rauf und runter, was ihn hör- und fühlbar erregte. Nur um dann irgendwann aufzuhören und ihm die Zunge rauszustrecken. "Ich hasse dich" flüstere er mir zu, bevor wir einschliefen. 

Max meint, ich solle mir keine Sorgen machen. Unsere Verhältnisse wären klar und ihm wäre bewusst, dass aus uns nie etwas ernsthaftes werden würde, was er auch nicht wollen würde, weil Beziehungen zerbrechen konnten und ihm unsere Freundschaft dafür zu wichtig wäre. Aber so viel Spaß mir solche Nächte auch machen, ich halte nichts von friends with benefits. Ich danke nicht, dass das gut gehen kann. Aber was soll ich tun, wenn er es doch, egal wie sehr ich mich dagegen wehre, immer wieder versucht? 

Was meint ihr? 
 

Mittwoch, 2. November 2011

Das bin ich.

Also einen Anfang zu finden ist dann doch schwieriger als ich dachte. Versuchen wir es so:



Ich bin heute morgen aufgewacht - das ist ja an sich schonmal super - und stellte einigermaßen geschockt fest, dass ich 20 bin. Nun mag dieses besagte Alter - 20 - bei den meisten Frauen Freudenströme auslösen, da es ja im allgemeinen als ein Alter angesehen wird, indem man alles erreichen kann. Ein Alter, indem alles möglich ist.


Ich sehe das anders. 


Ich wollte nie älter werden. Schon mit acht habe ich regelmäßig nachts an meinem Fenster gesessen und darauf gewartet, dass mich Rüdiger der kleine Vampir auch zu einem solchen macht oder mich wenigstens Peter Pan abholt. Tja. wie wir sehen, hat das nicht geklappt. Denn, nach vielen verschiedenen Phasen in meinem leben, die ich bestimmt noch das ein oder andere Mal ansprechen werde, sitze ich hier - 20 Jahre alt - studiere und habe das ein oder andere Männerproblem, dass ich bestimmt nicht gehabt hätte, wenn ich für immer 8 geblieben wäre.


In diesem Blog möchte ich euch an meinem Leben teilhaben lassen, denn man muss nicht unbedingt in New York wohnen um das ein oder andere Spannende zu erleben.
Dazu muss ich noch sagen, dass ich mir am Tag meines 20ten Geburtstages vorgenommen habe, weniger viele Dinge zu bereuen, denn mir ist klar geworden, dass es darvon verschiedene Stufen gibt. Aber das ist eine andere Geschichte.


In diesem Sinne. Lasst euch überraschen!


Eure LindaLu